Fachkompetenz

Osteoporose. Wenn Knochen spröde werden.

Die Kursteilnehmer in St. Wolfgang

Knochenbrüche durch « weichen Knochen » werden immer häufiger – denn wir alle werden älter. Doch Knochenschwund ist kein unabänderliches Schicksal. Man kann viel zur Vorbeugung tun.

Frau Dr. Fenk-Mayer besuchte vom 11. bis 12. Mai die Jahrestagung der österreichischen Gesellschaft für Knochen- und Mineralstoffwechsel (ÖGKM) in St. Wolfgang im Salzkammergut. Schwerpunkte waren der aktuelle Stand Forschung,  z.B. Antikörpertherapien, oder die Ergebnisse aus « big data » Studien.

Gleichzeitig erneuerte Frau Dr. Fenk-Mayer im Rahmen dieser Veranstaltung auch die Qualifikation « Expertin für Osteoporoseversorgung » im Rezertifizierungskurs. Diese regelmäßigen « updates » werden vom multinationalen Dachverband Osteologie (DVO) und der Osteologie Akademie (OSTAK) gefordert und angeboten, um eine qualitativ gleichbeleibend hohe Patientenversorgung zu gewährleisten. 

Der Kursleiter PD Dr. Med. Christian Muschitz betonte immer wieder den Wert der Vorsorge – und hier geht es nicht nur um Knochendichtewerte. Mehr als 2/3 aller Wirbelbrüche treten bei Werten  oberhalb der « Schwelle » von T – 2,5 auf. Ursache dafür sind weitere gesundheitliche Faktoren, wie z.B. Medikamente, Lebensweise oder Ernährung. Genau dann ist die ärztliche Expertise gefragt.

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Und wenn doch ein Wirbel bricht, kann die heutige Wirbelsäulenchirurgie mit speziell angepassten, minimalisierten Verfahren oft großes Leid und Lähmungen verhindern.

Gesundheitsabend im Kulturforum Oberalteich

im Bild (von links): Gundula Stärz-Spring, Dr. Johann Federhofer, Dr. Andrea Fenk-Mayer, Dr. Ingrid Kölnberger und Dr. Andreas Comman.

Der Hals als Dreh- und Angelpunkt für das Wohlbefinden
Interdisziplinärer Gesundheitsabend im Kulturforum Oberalteich

Wichtige Körperfunktionen bündeln sich im Hals – so die Erkenntnis aus dem Gesundheitsabend der Klinik Bogen und AOK im Kulturforum Oberalteich am vergangenen Donnerstag.
Dass jeder Facharzt unter „Halsinneres“ etwas anderes versteht und aus seiner Warte Recht hat, zeigten die Vorträge von Dr. Andreas Comman (Schilddrüse), Dr. Johann Federhofer (Hals-Nasen-Ohrenheilkunde) sowie Dr. Ingrid Kölnberger und Dr. Andrea Fenk-Mayer über die Halswirbelsäule.
Für Auflockerung sorgte eine Entspannungspause mit Übungen für Hals und Nacken unter Anleitung der Krankengymnastin und AOK-Referentin Gundula Stärz-Spring. Das Sanitätshaus Hausladen stellte am Stand diverse Hilfsmittel für die Hals-Nacken-Gesundheit vor.

Schilddrüse „wie Ihre Heizung im Keller“

Dr. Comman ist Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und minimal invasiven Chirurgie der Klinik Bogen und niedergelassener Chirurg der Praxis MINAVIS im FachArztZentrum Bogen. Er zog eine Parallele zur Heizungsanlage im Keller eines Hauses, um die Aufgaben des Speicherorgans Schilddrüse zu veranschaulichen. „Schilddrüsenhormone beeinflussen alles im Körper, was mit Energieproduktion zu tun hat“, erklärte er, also das lebenswichtige Herz-Kreislaufsystem, Antrieb, Psyche, Haut, Haare, Knochenbau, Nerven und vieles mehr.
Unter- oder Überfunktion, Entzündungen und auch Tumore seien nach wie vor gängige Erkrankungen, jedoch laut Dr. Comman inzwischen gut behandelbar. Neue OP-Techniken schonen den Stimmbandnerv und ermöglichen nahezu unsichtbare Narben durch Mikrochirurgie oder Zugänge über die weibliche Brust.

Heiserkeit: Flüstern besonders schädlich

Empfehlungen gegen Beschwerden im Hals-Rachen-Raum gab Dr. Federhofer. Er ist HNO-Belegarzt an der Klinik Bogen mit Praxis in Straubing. Während bei einem „banalen Infekt“ mit Halskratzen die bekannten Hausmittel, viel Trinken, Schlaf und Wärme Linderung bringen, sei bei Symptomen wie hohem Fieber, Muskel- und Bauchschmerzen ärztlicher Rat angesagt. Die Halswehursachen Virusgrippe und Pfeiffer‘sches Drüsenfieber können auch schwere Verläufe nehmen. Eitrige Abszesse als schwerwiegendes Problem bei Mandelentzündungen müssen im Ernstfall mit einem kleinen Schnitt eröffnet und gespült werden. Bei Kehlkopf- und Stimmbandentzündungen riet Dr. Federhofer zu absoluter Stimmschonung. Er schilderte, wie die Stimmbänder beim Flüstern sogar noch stärker unter Spannung stehen als beim normalen Sprechen.

Feinste Strukturen auf engem Raum

Gut gelockert ging es nach der Pause in den orthopädischen Teil des Abends. Dr. Kölnberger vom Orthozentrum Bogen, die belegärztlich an der Klinik Bogen operiert, stellte die Anatomie der Halswirbelsäule vor. Deren Wirbelkörper tragen den Kopf, doch machen sie ihn auch dank filigraner Gelenkstrukturen und fein aufgefächerter Muskelstränge sehr beweglich. Welche Probleme hier am häufigsten sind, erklärte Dr. Fenk-Mayer vom Orthozentrum, die an der Klinik Bogen Wirbelsäulenoperationen durchführt.
Gegen Schmerzen an den empfindlichen Muskelansätzen gibt es, je nach Dauer und Ausprägung,  verschiedene Methoden. Diese reichen von Physiotherapie, Anwendung von TENS-Geräten, nervennahem Anspritzen der Triggerpunkte, bis zur Verödung des Schmerznerves.
Im Teufelskreis aus Stress, Verspannung und Schmerz, es viele Therapieansätze. Diese Ansatzpunkte bedürfen der Unterstützung von psychologischer, konservativ-orthopädischer und schmerztherapeutischer Seite.

Ist dennoch eine Operation erforderlich, steht eine Bandbreite an OP-Verfahren mit guten Prognosen zur Verfügung. Diese reicht von der einfachen Versteifung von Wirbelsegmenten, über die Cage-Implantation über mehrere Segmente bis hin zur beweglichen Bandscheibenprothese. Angewandt werden sie bei schweren verschleiß- oder verletzungsbedingten Schäden und Bandscheibenvorfällen mit Druck aufs Rückenmark.

Dr. Fenk-Mayer auf dem Eurospine Kongess, Barcelona

Dr. Fenk-Mayer auf dem Eurospine Kongess, Barcelona

Der Eurospine 2018 fand heuer in Barcelona statt.

Frau Dr. Fenk-Mayer als Wirbelsäulenchirurgin des Orthozentrums und Herr Attila Christof als dessen Chef-OP-Fachpfleger vom Orthozentrum reisten eine Woche nach Spanien,
um sich für ihre Patienten fortzubilden:

Wissenschaftliche Vorträge zogen starkes Interesse der Kongressteilnehmer auf sich.

Der Eurospine Kongress vom 18 bis 21 September 2018 in Barcelona, Spanien:
das sind – mit den Praxiskursen vorne weg – vier Tage vollgepackt mit Vorträgen, Kursen, und Erfahrungs-Austausch zwischen Wirbesäulenchirurginnen und – Chirurgen aus der ganzen Welt.

Denn die Eurospine ist die zweitgrößte wissenschaftliche Fachgesellschaft für Wirbelsäulenchirurgen und zieht viele Ärzte und Forscher auch aus Amerika und Asien an . Die Jahrestagung betont den internationalen Aspekt.

Beim Jubiläums-Kongress kam die Freude an der Arbeit auch nicht zu kurz – es war der 20igste seit der Gründung des Europa-weiten Verbandes.

Denn so kann gebündeltes Wissen helfen, die einzelnen Patienten in den Regionen bestmöglich zu versorgen. Frau Dr. Fenk-Mayer und Herr Attila Christof vom Orthozentrum Bogen waren für Sie dort.

 

Kurz vorgestellt:
Patienten-Informationen zur Wirbelsäule:
Wie ist sie aufgebaut? Was kann hier schmerzen?

Sie wollen wissen, wie Ihre Wirbelsäule funktioniert? Wir als Ärzte freuen uns, wenn Sie sich um Ihren Körper kümmern!
Und bei einem so komplexen System wie dem Bewegungsapparat braucht es fundierte Information.

Die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Europäischen Wirbelsäulen-Ärzte EUROSPINE, deren Mitglied Frau Dr. Fenk-Mayer ist, hat eine anschauliche Website zusammengestellt. Sie ist jetzt auch deutschsprachig freigeschaltet.
Wir können sie Ihnen gerne empfehlen. Denn hier erhalten Sie sachlich fundierte, ausgewogene Fakten, gut verständlich erläutert. http://www.eurospinepatientline.org/

Genau so haben Sie als Patient es im Netz verdient!

Der Eurospine Foundation Charity Run – ein morgendlicher Lauf zugunsten sozialer Projekte vor dem 2. Kongresstag am Mittelmeer. Frau Dr. Andrea Fenk-Mayer und Herr Attila Christof vom Orhtozentrum laufen natürlich mit.

Dr. Kölnberger beim Rheuma-Kongreß in Amsterdam

Dr. Kölnberger beim Rheuma-Kongreß in Amsterdam

EULAR 2018

Zwischen dem 13.-16. Juni fand in Amsterdam der wichtigste internationale Fachkongreß zum Thema Rheumatische Erkrankungen statt. Führende Experten stellten neueste Forschungsergebnisse vor. Mehr als 14.000 Rheumatologen nutzten die Chance für Fachgespräche auf höchstem Niveau. Das OrthoZentrum Bogen wurde von seiner Rheuma-Expertin Dr. Kölnberger vertreten.

Es sind heute ca. 200 verschiedene Arten von Rheuma bekannt, welche Erwachsene, aber auch Kinder betreffen können.
Nach Schätzungen der WHO werden 2050 über 130 Millionen Menschen weltweit an einer rheumatischen Krankheit leiden. Rheumatoide Arthritis ist die am weitens verbreitete Form von Rheuma und betrifft 1 von 100 Menschen weltweit. Diese trifft Frauen stärker als Männer. Unter Gicht leiden vor allem Männer. Hier sind die Patientenzahlen nochmal höher als bei rheumatoider

Dr. Kölnberger beim EULAR 2018

Arthritis. Allein in der EU leiden 22 Millionen Frauen und 5,5 Millionen Männer Osteoporose.

Diese Zahlen zeigen, daß es immer mehr Patienten betroffen sein werden und wie wichtig die richtigen Behandlungsmethoden sind. Frau Dr. Kölnberger war mit den Ergebnissen des Kongresses sehr zufrieden. Der intensive Austausch mit Kollegen aus aller Welt bestätigte ihre Arbeit und gleichzeitig hatte sie einige neue Erkenntnisse im Gepäck zurück ins heimatliche Niederbayern.

EULAR 2018 – Certificate of Attendance

Dr. Fenk-Mayer beim Eurospine Wirbelsäulen-Kurs Straßbourg

Instruktoren und Teilnehmer des Kurses: Prof. Peter Vajkoczy (Deutschland), ein teilnehmender Chirurg aus Ägypten, Prof. Esat Kiter (Türkei), Prof. Alpaslan Senkoylu (Türkei), Dr. Fenk-Mayer, Dr. Tim Pigott (Großbritannien), Dr. Julie-Lyn Noel (Direktorin Weiterbildung und Forschung, Eurospine), Teilnehmerin, Dr. John Duff (Schweiz) v.l.n.r

Eurospine Wirbelsäulen-Kurs Straßbourg

 

Vom 16. bis 18. Oktober 2017 nahm Frau Dr. Fenk-Mayer an der Experten-Fortbildung der

EuroSpine teil. Die EuroSpine ist der internationale wissenschaftliche Fachverband für Wirbelsäulenchirurgie. In ihm arbeiten Orthopäden und Neurochirurgen Hand in Hand, denn Operationen an der Wirbelsäule brauchen „das Beste aus beiden Welten“.

Der Kurs beinhaltet zwei Module. Modul 1 fand bereits im Januar 2017 statt.
Im 2. Modul des advanced course im französischen Straßbourg ging es um Revisionen und Komplikationsmanagement. In drei arbeitsreichen Tage gespickt mit Vorträgen, Arbeitsgruppen, Operationen am Modellknochen und am menschlichen Präparat konnten die Chirurginnen und Chirurgen wertvolle Erfahrungen austauschen.
International führende Kollegen, wie Prof. Frank Kandziora (Deutschland), Prof. Claudius Thomé (Österreich), Prof. Ibrahim Obeid (Frankreich), Dr. Tim Pigott (Großbritanien), Dr. John Duff (Schweiz), Dr. Massimo Balsano (Italien), Prof. Alpaslan Senkoylu (Türkei) und Prof. Peter Vajkoczy (Deutschland) gaben in kleinem Kreis persönliche Tips.

Frau Dr. Fenk-Mayer kam – neben dem Zertifikat – mit neuem und gefestigtem Wissen und Können zurück, das ihren Patienten gerade bei der Behandlung komplexer Erkrankungen und Leidenswege zugute kommt.

Die Zusammenfassung des Kurses in englischer Sprache finden Sie hier als pdf-Dokument: 201710_Adv_Course_Final

Instruktor und Neurochirug Dr. Tim Pigott (Großbritanien) und Dr. Fenk-Mayer

Praxistest im OP-Labor: Dr. Andrea Fenk-Mayer (rechts) in Aktion.

 

OrthoZentrum betreut Himalaya-Expedition

Die Eicherfreunde auf 5300m am Tanglang La.

Erstbefahrung des Khardung La im Himalaya

Die Eicherfreunde Forstern e.V. führten im Juli und August 2017 eine erfolgreiche Erstbefahrung von Himalaya-Pässen mit 4 Traktoren durch.
Die niederbayerische Teil der Gruppe wurde von Frau Dr. Ingrid Kölnberger, selbst erfahrene Klettersportlerin und Bergsteigerin, höhenmedizinisch beraten und versorgt. Besonderen Augenmerk legte sie hierbei auf eine schonende Höhenanpassung ohne Medikamente.

Die Befahrung startete und endete in Chandigarh (Nordindien) und führte über den Manali-Leh-Highway bis zum Höhepunkt der Tour auf den 5680m hohen Khardung La Pass. An diesem Punkt befindet man sich im Grenzgebiet Indien, Pakistan und China – in der Nähe so berühmter Berge wie K2, Broadpeak oder Hidden Peak.

Blick vom Khardung La (5680m) zum Saser Kangri I

Der „Highway“ gleicht eher einer Schlamm- und Schlaglochpiste. Er führt über mehrere der höchsten befahrbaren Bergpässe der Welt. Darunter befinden sich der Rohtang La (3.978m), Baralacha La (4.892 m), der Lachulung La (5.059 m) und der Tanglang La (5.325 m). Letzterer ist der zweithöchste mit Kraftfahrzeugen befahrbare Pass der Erde.

Auf ihrer Route durch die zwei Bundesstaaten Himachal Pradesh, Jammu und Kaschmir bis nach Ladakh, waren einige heikle Situationen zu meistern. Schwierigste Strassenbedingungen und hygienische Zustände wurden erfolgreich überwunden. Aufgrund der präventiven Maßnahmen liessen sie weder die Traktoren, noch Ihre Gesundheit im Stich. Insgesamt wurden ca. 1600km luft- und wassergekühlt auf den Traktoren zurückgelegt.

Traktor kämpft sich auf den Tanglang La Pass (5.325 m)

Vielen Dank an das OrthoZentrum Bogen für die Betreuung!

Fußchirurgie: Wir begrüßen Dr. Thomas Kral im Team!

Dr. med. univ. Thomas Kral

Das OrthoZentrum Bogen hat einen neuen Experten für den Bereich Fußchirurgie gewinnen können:

Dr. med. univ. Thomas Kral wird ab 01.07.2017 mit seinen umfangreichen Kenntnissen für unsere Patienten zur Verfügung stehen.

Dr. Kral hat in seine orthopädischen und unfallchirurgischen Kenntnisse bei ausgewiesenen Spezialisten erworben und ausgebaut. Er sammelte Erfahrungen sowohl in der wissenschaftlichen Arbeit mit verschiedenen Veröffentlichungen (u.a. bei Dr. T Buchhorn und Prof. Dr. med. univ. R. Bertagnoli), als auch in der täglichen Notfallversorgung im Krankenhaus (Universitätsklinikum Regensburg, unter Leitung von Prof. Dr. M. Nerlich).

Wir freuen uns, unseren Patienten damit eine weiter verbesserte Versorgung anbieten zu können und wünschen Herrn Dr. Kral einen erfolgreichen Start im OrthoZentrum Bogen!